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DAS TITELBILD
Sonnenaufgang am Mount Bromo in Indonesien

23.11.17

LESEZEIT: 6 MINUTEN

ALOHA !

//Lasst unten gern einen Kommentar da, wie ihr die Idee findet und was euch interessiert!

Ich freue mich richtig, dass ihr hier hergefunden habt. Egal ob es der Zettel am Kalender war oder ein Link, der euch hier her geführt hat. Dieser Blog stellt also den Start einer Reihe von Blogs dar, welche den Titel “KALENDERGESCHICHTEN” tragen, die ich jeden Monat um eine Geschichte erweitern werde. Die Idee zu dem Ganzen kam mir, als ich die Kalender für 2018 gesetzt und bestellt habe. Ich hatte das Gefühl, dass diese Bilder ohne die jeweiligen Geschichte dahinter eigentlich gar kein Sinn machen.

Denn ich finde, gerade bei Reisefotos, passiert es mir sehr oft, dass der Kopf recht schnell seine eigene Geschichte dessen erfindet was passiert seien könnte. Deswegen wollte ich es unbedingt schaffen, dass ich diese Geschichte vermittelt bekomme. Erst wollte ich ein Heft mit allen 12 Geschichten basteln, aber dachte dann, dass es doch auf jeden Fall verloren gehen würde und ich es auch bis Anfang Dezember gar nicht mehr schaffen würde. Daher gefällt mir diese Art und Weise eigentlich wirklich gut – ein Blog, wo ich mich einmal im Monat hinsetze und die Geschichte zum aktuellen Kalenderblatt erzähle.

Ich bin absolut kein Poet, kann auf jeden Fall nicht besonders gut schreiben, aber ich finde, wenn ich schreibe, wie ich es gefühlt und erlebt habe, bekommt es irgendwie selbst eine gewisse Authentizität. Die Bilder sind auch von vor 2 Jahren – ich habe sie nicht noch mal neu bearbeitet, weil ich fand – ich will es so zeigen, wie ich es vor 2 Jahren gemacht habe.

Nun denn – beginnen wir am Anfang…

 

 

↠ WIE ALLES BEGAN

 

18.11.2015 – 6:04 Uhr: Der Tag an dem meine Weltreise began.

Der Rucksack ist gepackt, die letzte Stulle gegessen und es geht Richtung Flughafen Dresden. Es ist Buß- und Bettag, Feiertag in Sachsen & es regnet. Alles fühlt sich ziemlich merkwürdig an und ich weiß nicht so recht, was auf mich zu kommt. Rückblickend fühlte ich mich wirklich nur an diesem einzigen Tag nicht bereit für das, was kommt. Ich meine: Vor zwei Jahren war ich 18 – sah, aus wie ein Lauch ohne Bart 😀

Es hieß Abschied nehmen. Ein letztes mal für 6 Monate Mama und Papa & seine engsten Freunde und Verwandte in den Arm nehmen – dann der schwere Gang in die Sicherheitskontrolle. Es fühlte sich extrem komisch an – es hatte irgendwas entgültiges…

Mein erstes großes Ziel hieß: Jakarta, Indonesien. Flug UL554 – Frankfurt nach Colombo, Sri Lanka ging 14.20 Uhr in die Luft. Da ich nur 300€ für den Flug bezahlt habe war ich froh, dass es trotzdem gutes Essen gab und ich irgendwann auf Sri Lanka ankam. Der Anschlussflug nach Jakarta über Kuala Lumpur ging 4 Stunden später.

Irgendwann – nach 30 Stunden mit umerholsamen Flugzeugschläfchen, in  Flugzeugtoiletten und der endlosen Suche nach Steckdosen in Flughäfen, war ich irgendwann am Ziel!

 

↠ INDONESIEN

 

Der Moment als die Schiebetür vom Flughafen aufging, wusste ich – lets go! Die schwüle, 30 Grad warme Nachtluft in Jakarta erschlug mich nach fast 2 Tagen in klimatisierten Räumen. Kommend aus November-Deutschland war man solch schwüle Luft lange nicht mehr gewohnt. Aber das war mir im Vorfeld schon klar & meine Strategie war simpel. Ich hatte während des Fluges nur eine kaputte, alte Jeans mitgenommen und da mein Plan war, 6 Monate mit dem Sommer um die Welt zu reisen, warf ich die Hose direkt am Flughafen in einen Papierkorb.

Nach 4 Tagen in Jakarta (wahrscheinlich der hässlichsten Stadt der Welt) fuhr ich mit dem Zug nach Yogyakarta. Da dort auch noch zwei Geschichten – im Januar & Juli – darauf warten erzählt zu werden, überspringe ich ein kleines Stück und starte direkt mit dem Bus, den wir (Julia, die ich im Hostel kennengelernt habe & ich) dort Richtung Mount Bromo gebucht hatten. Nach einem Ausflug zum Strand stiegen wir in einen Minibus und fuhren 10 Stunden mit 6 anderen Backpackern zum Mount Bromo. Wir kamen gegen 22 Uhr im Dorf am Mount Bromo an und versuchten noch irgendwie einen Plan zu schmieden, wie wir um die 30€ Eintritt des Nationalparks herumkommen, da 30€ verhältnismäßig für Indonesien unfassbar viel Geld ist und auch nicht wirklich den Einheimischen zu Gute kommt. Wir sprachen mit ein paar Locals und diese verrieten uns einen Weg, der zwar etwas länger und steiler sein sollte, wir uns dafür aber den Eintritt sparen konnten.

 

↠ SONNENAUFGANG AM VULKAN MOUNT BROMO

 

Also liefen es 03.00 Uhr in der früh los und stiegen den Weg zum Mount Bromo hinauf, den uns der Local am Abend zuvor in der Kneipe gezeigt hatte. Er war wirklich super steil und ewig lang, aber die Aussicht zum Sonnenaufgang war wirklich magisch!

Auf der Aussichtsplattform machten ein paar Indonesier Feuer, da es früh morgens dort oben noch recht frisch ist. Nachdem wir den Sonnenaufgang genossen hatten kamen wir irgendwie ins Gespräch mit eben diesen Indonesiern und es stellte sich raus, dass sie mit den Motorrädern da waren. Sie boten uns an uns für einen kleines Essensgeld bis an den Krater zu fahren! 4 Backpacker – 4 Motorräder & go! Wir hielten wo wir Fotos machen wollten und zeigten uns auch ein paar versteckte Ausblicke.

Man hat beim Mount Bromo die Möglichkeit bis an den Kraterrand hinauf zu gehen und das Brodeln des Aktiven Vulkans aus nächster Nähe zu spüren. Man hat das Gefühl so klein zu sein, da das Brodeln des Vulkans einfach so kraftvoll und mächtig war, dass man eine gute Schicht Gänsehaut bekam.

 

↠ PRAY FOR PARIS // JE SUIS PARIS

Die Landschaft rings um den Vulkan war so surreal. Geprägt von felsiger Landschaft und Vulkanasche sah es von weitem aus wie eine Mondlandschaft und es war auch recht anstrengend darauf zu laufen. Mit jedem Schritt versank man Zentimetertief in Asche.

Ich werde es nie vergessen – auf den Stufen zum Vulkankrater war das Zeichen der Terroranschläge vom 13.11.2015 (Link zu Wikipedia) – vor über zwei Jahren – in die Asche des Vulkans mit einem Finger gezeichnet…5 Tage bevor ich einmal durch die halbe Welt geflogen bin.

 

Das soll es dann auch schon gewesen sein von der ersten Geschichte über den Mount Bromo. 12 weitere warten noch darauf niedergeschrieben zu werden. Es wird Geschichten aus Thailand, Hawaii, Kambodscha, Brasilien und Ecuador geben!

Lasst doch mal einen Kommentar da, ob euch diese Reihe gefällt, was euch interessieren würde und ob ich noch weitere Blogs über Reisen schreiben soll….wer gern noch einen Kalender haben will um ihn zu Weihnachten zu verschenken oder ihn sich selbst hinzuhängen, kann ihn gern in meinem SHOP bestellen – es sind noch genügend da! Momentan gibt es eine 15% Rabattaktion mit dem Code: “WANDERLUST” – einfach im Checkout eintragen.

Der nächste Blog kommt dann Anfang Januar mit einer Story, die ziemlich genau an dieser zum Mount Bromo anknüpft – wer Lust hat, kann sich gern HIER in den Newsletter eintragen und bekommst einmal im Monat eine Mail mit der neusten Geschichte und mit dem, was sonst noch so in meinem Fotoalltag passiert.

 

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